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Interview
mit Heinz Brüller kurz vor dem Abflug aus Indianapolis |
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Schwupp.net:
Heinz, es war ein verkorkstes Wochenende ...
Heinz:
Was soll man da noch sagen- eine Farce! Das einzige, an das ich mich
erinnern kann, was dieser Blamage gleichkommt, war 1968, als Kevin,
das Maskottchen von Graham Hill, ein blauer Wellensittich-Rüde vom
Rennen in Monza wegen unerlaubten Mitteln im Kraftfutter vom Rennen
ausgeschlossen wurde. |
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Schwupp.net:
Wie wird es weitergehen?
Heinz:
Wie Petra Minelli, die niederösterreichische Nichte von Liza
Minelli mir einmal nach ein paar Glaserln gesagt hat: The show must
go on! Aber die Uneinigkeit der Teams, die kolportierte Nähe des
Rennstalls aus Maranello zur FIA und die Unfähigkeit zum
gemeinsamen Kompromiss lassen mich nur schwer positiv in die Zukunft
schauen. |
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Schwupp.net:
Kommen wir zu einem angenehmeren Thema: Die Mille Promillia 2005.
Eigentlich wolltest Du live von den Sonderprüfungen berichten.
Heinz:
Na ja, ich war zerrissen zwischen Neigung und Pflicht. Und meine
Fans wollte ich dann nicht auch noch enttäuschen. Die vielen Österreicher,
Schweizer und natürlich auch die Deutschen, die zur Sommerfrische
in Tirol, im Vorarlberg oder in Kärnten sind. Hätte ich aber
gewusst, was hier gespielt wird, wäre ich gleich auf zum Gardasee.
Natürlich habe ich über den kleinen Monitor in meiner heißen
Sprecherkabine alle Rennentwicklungen live mitverfolgen können- und
es war ein tolles Rennen, spannend bis zum Schluss. |
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Schwupp.net:
Hat Dich der Ausgang heuer überrascht?
Heinz:
Nicht wirklich. Wenn man das Gesamtpaket, das package wie man bei
uns sagt, anschaut, dann sind die Richtigen vorn. Das Chassis, die
Reifen, der Motor, das sind immer schon die wichtigsten Punkte. Wenn
dann noch junge, erfolgshungrige Burschen und eine perfekte
Strategie zusammenkommen, ist alles möglich. Oder, wie Gertrud
Meier, das Kindermädchen von Gerhard Berger, immer sagte: Wenn’s
lauft, dann lauft’s. |
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Schwupp.net:
Kurz ein paar Worte zu den Siegern...
Heinz:
Was soll ich sagen. Ein perfektes Rennen. Aber ohne eine perfekte
Vorbereitung ist das heute nicht mehr möglich. Wenn der Jochen
Rindt noch eine Woche vor dem Rennen ein paar Stamperl getrunken
hat, dann kann sich ein Holger Bub darüber heute nur darüber
wundern. Sein Fitnessprogramm, dass übrigens von Walter Prohaska,
einem Schüler des berühmten Willi Dungl entworfen wurde, lässt so
etwas schon ein halbes Jahr vor dem Rennen gar nicht mehr zu.
Sehr
stark im Übrigen auch der junge Sebastian Stockhoff, der seinen
zweiten Platz bravourös herausgefahren hat. Ihm gehört die
Zukunft.
Für
die Kenner der Szene nicht überraschend ist der Platz auf dem
Stockerl von Tanja Demuni. Wie bei den Indy 500, wo Danica Patrick,
oder Petrovic, denn sie stammt ja aus Serbien, bis kurz vor Schluss
in Führung liegend noch vierte wurde, so hat hier eine junge Frau
als Newcomer den Etablierten gezeigt, wo es lang geht. Meinen
Respekt, und wie meine vielen Fans sicher zustimmen, sie ist „the
man of the race“. |
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Schwupp.net:
Die Werksteams aus Stuttgart abgeschlagen ...
Heinz:
Ich hab’s dem Norbert zweimal gesagt, man kann nicht antreten,
wenn des Auto nur für den Berg abgestimmt ist. Das ist so, als ob
man zu Skifahren geht und keine Stiefel dabei hat. Unverständlich
auch die Porsche Werksmannschaft, die nur beim Feiern einig war. Was
man da alles hört, nächtliche Abwerbeversuche der Beifahrer,
vermutete Sabotage- ein Tollhaus ist das in Stuttgart. Nein, die
Fahrer sind bei diesem Wettbewerb das Ausschlaggebende, nicht die
pure power. Nur so konnte das Nachwuchszentrum des deutschen
Motorsports in Frankfurt drei Teams aufs Stockerl bringen. |
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Bussigesellschaft oder getarnte
Werksspionage?
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letzten Tage vor der Mille bringen wieder erstaunliche Neuigkeiten.
So wurde Wolfgang W. vom Porscheteam Gambrinus und Uli S.
(Mercedes) beim einträchtigen Schrauben an ihren Boliden ertappt. |
| Ist das
nur ein Ausdruck der Verzweiflung der Münchner Rennszene, ein
Zeichen wahrer sportlicher Fairness, oder am Ende gar schlecht
getarnte Werksspionage? Wir bleiben am Ball ... |
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Mille
PS mehr für das Rennservice!!!! |
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Einen sensationellen Erfolg konnte die Rennleitung rund um
Harro Werth mit der Verpflichtung von Ing. Kurt Strohm als Chief
Race Serviceengineer (CRS) der „Mille“ verbuchen. |
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Das international tätige „Master-Mind“ von Großprojekten
wie „Shiva“ oder „AIDACrousing – Evening Performances“ zu
CNN: "Yes indeed, there have been negotations with Didi from
„Red Bull“, but after a short call with my friend Harold
from „yourbox racing“, it was very easy for me, to find a
decision – the race must go on!” |
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Besonders erfreut über
die Verstärkung durch Mr. Strohm zeigt sich auch Schwupp Racing
Officer (SRO) Seb Aigner: „Jetzt kann endlich wieder einer für
zwei tanken“. |
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Curt Strohm auf seiner Yacht |
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Die offizielle Nominierung des neuen Rennservices mit
anschliessender Pressekonferenz findet am Mittwoch den 15.6.2005 in
den Hallen von Schwupp Racing Graz (SRG) statt. Danach geht es
unmittelbar zu einem intensiven Rennbriefing und ersten
Serviceanalysen.
Die
Rennleitung wünscht dem neuen Team viel Erfolg!
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